62. MDM in der March

Die MDM-Winterlaufserie wird fortgesetzt: Start und Ziel des 62. MDMs ist das Saunahaus in March-Buchheim. Im Saunahaus gibt es eine Abendkarte ab 18.45 Uhr (http://www.sauna-haus.de/preise_show)

 

Start / Ziel: Freitag, 8. Dezember um 13:45h, Saunahaus, Am Untergrün 16, 79232 March-Buchheim

 

Strecke: 43 KM, 450+/- HM

 

VP1: KM 17: Backstube Ritter, Köndringen

 

VP2: KM 34: LIDL Nimburg

 

  

 

Ergebnisliste: 62. MDM / 43 KM / 450+/- HM

Startnr
Name
Zeit (h:m:s) Platz AKPlatz AK
Verein
 295Torsten Weismann 05:27:34 1. M40 1.Tri-Team Kaiserstuhl
 296Christof Lindenbeck 05:27:38 2. M55
 1.Stolpertruppe Winsen
 298Jürgen Fucker 05:27:40 3. M45 1.Erdinger AlkoholfreiBurg
 297Hendrik Fenz
 05:31:00  4. M55 2.LG Mauerlauf

 

Résumé: Wir MDMler entwickeln unsere Kuriositäten fleißig weiter. Inzwischen kann man bei einem MDM sogar den 4. Platz belegen obwohl man am Rennen gar nicht teilgenommen hat. Wie bitte? Ja, ja und die Erde ist eine Scheibe. Nein ist sie glücklicherweise nicht*. Aber wieso ist Hendrik auf dem 4. Platz, obwohl er am 8. Dezember nicht gelaufen ist? Hat es etwas mit seinem Lauf-Gott-Status zu tun? Nein, es ist das MDM-Raum-Zeit-Continuum in dem wir MDM-Läufer uns bewegen: Hendrik ist am Donnerstag den identischen Track gelaufen, weil er Freitag keine Zeit hatte und das Donnerstag-Wetter schöner war. Die nur wenigen Minuten Differenz in der Endzeit zeigen, dass diese Gesamtwertung berechtigt ist. Es scheint unter den MDM-Läufern Bindungskräfte zu geben, die nicht mit einfachen physikalischen Grundgesetzen erklärbar sind: So war der 62. MDM der erste Marathon mit einem solchen Zeitsprung im Startfeld.


Der 2. MDM der Winterlauf-Serie 2017 beginnt mit Hagel, Regen, Starkwind und Schnee. Eine dunkle Zelle, die sich innerhalb von 10 Minuten über Freiburg austobt. Jürgen steht draußen und wartet auf seine MfG. Blöderweise ist die Eschholzstraße total verstopft, so dass Jürgen diese Naturgewalten 10 Minuten lang im Freien geniessen kann. Auch das beeindruckt Jürgen überhaupt nicht, denn er vertraut in seiner kurzen Hose auf die beste aller semipermeablen Membranen: Die menschliche Haut. Für mich entspannt sich alles, freie Fahrt in die March und um 13:43h am Start keine Spur mehr von Regen, Hagel oder Schnee. Auch nicht von Torsten, denn der kommt heute mal einige Minuten zu spät.


Die Laufstrecke hält schöne und öde Passagen bereit: Alle fürchten sich etwas vor der mentalen Herausforderung „Teniger Allmend‟, die in unseren Kreisen berüchtigte Läuferhölle mit den langen Waldgeraden. Doch heute machen wir es richtig: Wir erledigen das gleich zwischen KM 10 und 13 in einer Zeitscheibe des Marathons, in der immer alle noch viel zu erzählen haben. Später auf der L114 in Teningen sind wir schneller unterwegs als die Blechkarawane. In Köndringen belohnen wir uns mit einem Einkehrschwung in die Dorfbäckerei Ritter, die zwar nicht hier im Dorf backt (sondern in dem Fachwerkdorf Vörstetten) aber sich in der Region qualitativ deutlich von anderen Großbäckereien abhebt. Die Stimmung ist gut, wir senden vorweihnachtliche Impressionen zur Unterhaltung unserer MDM-WA-Gruppe in die Welt hinaus.

Die Sonne steht sehr tief, lange Schatten laufen uneinholbar vor uns in den Weinbergen zwischen Köndringen und Malterdingen. Die Orte tragen schon schwer am Weihnachtsschmuck, meist traditionell aber zeitweise auch so minimalistisch abstrahiert, das Licht nur noch Konturen nachzeichnet (siehe „Weihnachtsbaum‟ am Autohaus Jauch). Riegel im Lichterschmuck hat sich besonders herausgeputzt und ich komme mir vor wie ein Zwerg in Miwulas Knuffingen. In Bahlingen verlaufen wir uns und irren zwischen den Grabsteinen an der Bergkirche umher. Eine Stirnlampe ist ein Segen, eine zu dritt ein echtes Handicap. Ohne Torsten wäre das in dieser Finsternis gar nicht laufbar gewesen.  Am Bahnhof Nimburg ignorieren wir die Absperrungen der Bahnbaustelle. Ein guter Tipp von Hendrik hält uns auf dem Track. Der Nimburger Lidl ist dann der zweite VP, es gibt 100 Extrameter im Diskounter. Das wäre was für Martin: Ein LIDL-Marathon mit ca. 500 Runden. Ob es allerdings ein Vorteil ist, 500 mal am Redbull-Regal vorbeizulaufen sei dahingestellt. Die Schlange an der Kasse überwinden wir mit Leichtigkeit und dem lockeren Spruch, dass für uns die Zeit läuft. Vielleicht lenkt die freundliche ältere Dame auch gleich ein, weil wir nicht mehr so frisch riechen? Was einen bei so einen schlecht ausgeleuchteten Wintermarathon alles durch den Kopf geht ist schon seltsam.


Die letzten Kilometer fallen mir sehr schwer. Ich glaube, dem Jürgen auch. Der klagt aber nie, so bleibt diese Annahme eine grobe Vermutung. Wir halten Torsten jedenfalls auf, der uns mit seiner Power am liebsten umkreisen würde. Denn er hat seine Aufgabe angenommen, ist nicht nur der Race-Direktor der Winter-Wellness-Laufserie sondern auch die große Leuchte des Tages, die uns nicht einfach im Dunkeln stehen lässt. Das würde jetzt eigentlich eine Zeitgutschrift bedeuten, aber die fällt am Ende unter den Tisch, weil das gute MDM-Tradition ist. Ja, wir sind am Ende und das Saunahaus in March-Buchheim ist erreicht.  Jürgen wird noch zu „Gleis Eins‟ in Hugstetten gebracht, dann geht es zum gemütlichen Teil des Abends über. Zunächst noch mit dem Plan, die Sauna schnell wieder in Richtung Freiburg zu verlassen: Dort findet zeitgleich die Jahreshauptversammlung des Mon Devoir Vereins statt. Ich würde gerne die vielen Mitstreiter und Streiterinnen wiedersehen und stolz über die Togo-Marathons an der Schule und überhaupt das ganze wilde MDM-Jahr 2017 berichten. Ein Saunagang nach dem nächsten und endgültig wird der Plan beerdigt, als unsere Flammkuchen eine halbe Stunde im Ofen feststecken. Dazu muss man sagen: Es gibt wohl kaum etwas gemütlicheres als nach einem dunklen, kalten Wintermarathon mit Torsten in der Sauna zu relaxen.


Ich freue mich auf den nächsten Samstag, Euer Christof
 

*Beweis: Aufgrund der Erdkrümmung verfügt der Bodensee in seiner Südost-Nordwest-Ausdehnung über eine Aufwölbung der Oberfläche von rund 80 m. Aus menschlicher Perspektive ist es daher in Ufernähe auch bei bester Fernsicht nicht möglich, vom Ostufer von Bregenz (427 m ü. A.) aus, zum Westufer nach Konstanz (405 m ü. NN) zu blicken. (aus: geocaching.com)

 

 


...lange Schatten laufen uneinholbar vor uns...

aus dem Webauftritt: http://www.sauna-haus.de/

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