Le soixante-sixième MDM - Die Runde im Dreisamtal

Am Samstag, dem 20. Januar 2018 laufen wir den 66. MDM, der legendäre Klassiker im Dreisamtal.

 

Start/Ziel: Altkleidercontainer vor dem Max Plank Institut um 9:00h (siehe Karte).

 

Achtung: Neuer GPX-Track (18.01, 13h) --> siehe VP1 :-)

 

VP1: KM 12 Jungbrunnen bei Frieda am Junghof in Kappel (Achtung danach geht es schonungslos hoch zum Pfeiferberg)

 

VP2: KM 40,5 Biosk Freiburg Alte Messe

 

 

Startliste: 66. MDM / 42,7 Kilometer / +- 707 HM

Startnr
Name
Zeit (h:m:s) Platz AKPlatz AK
Verein
 316 Joel Kaiser
 05:38:48 1. M30 1. -
 314 Torsten Weismann 05:38:49 2. M40 1.Tri-Team Kaiserstuhl
 315 Jürgen Fucker
 05:39:40 3.
 M45 1.ASC Ulm / Neu Ulm e.V
 313 Christof Lindenbeck 05:49:41 4. M55 4.Stolpertruppe Winsen

 

Résumé: Der 66. MDM fand jetzt doch nicht auf der Route 66 statt. Das hatte ich mit Norbert seinerzeit so geplant. Aber im Dreisamtal ist es auch schön. Und nach dem kleinen Orkan neulich gab es auch wieder abenteuerliche Passagen. Mein persönliches Abenteuer war mein erster und letzter Marathonstart mit angeschlagener Gesundheit. Nach drei Tagen zwischen Schreibtisch und Bett war mir vorher klar, dass es eine ziemlich schlechte Idee ist. War es auch, aber den 66. MDM verpassen? Das geht nicht, zumal Frieda mit ihren diversen Zaubertrank-Rezepten sicher auch etwas gegen Gummibeine und Gliederschmerzen hat. Bei KM 12 war es dann soweit. Ein herzlicher Empfang bei Frieda: Am Sanitätsposten wurde ganze Arbeit geleistet. Kapplerinnen-Smoothies, dazu ein ganzes Glas lupentrein biodynamischer Demeter-Meerrettich speziell für mich. Der Glaube stirbt zuletzt, so schlucke ich auch noch den Hardcore-Fingerhut einer undefinierbaren öligen Substanz. Das war dann so ein Lebertran Déjà-vu aus tiefster Jugendzeit. Das begleitete mich in den nächsten Stunden, denn alle 250m will mein Magen die Substanz nicht nach unten sondern partout nach oben weitergeben. So, genug der Leidensgeschichten.

Gelaufen wurde auch. Das Wetter war nicht perfekt, doch für diesen Kalenderplatz in unseren Breitengraden durchaus versöhnlich. Dazu viel Wasser im Dreisam-System, was wir zuerst an der Brugga bemerkten. Im Gegensatz zu 1886 waren die Brücken passierbar.

 

 


Schwabentorbrücke 1886, Georg Röbcke [Public domain], via Wikimedia Commons

 

Die Dreisamtalrunde bleibt ein leicht irreführender Begriff. Wir laufen nicht durchgehend im Tal, sondern am Südrand auch in die Halbhöhenlagen hinein. Der höchste Punkt ist am Pfeiferberg erreicht. Dort eröffnet sich ein schöner Überblick auf die in den letzten Tagen gesunkene Schneefallgrenze. Der Südrand bleibt auch spannender durch die Trail-Abschnitte. Joel hat sich bei seinem 2. Marathon dann doch in der Wahl des Profils vergriffen, gleicht das aber durch absolute Körperbeherrschung locker aus.

Im Norden wird es zäh. Wäre doch zu gerne in Himmelreich in den Freiburg-Express gestiegen. Der fährt aber glücklicherweise gerade los, was die Entscheidung erleichtert, hier weder ein- noch auszusteigen. Did not finished – DNF – ein Damoklesschwert, das mich heute auf den letzten 30 Kilometern begleitet. Doch die MDM-Läuferschar ist belastbar und empathisch. Sie gehen ohne Murren meine Gepausen mit und deshalb gibt es erstmals in der Geschichte der MDMs eine Zeitgutschrift: -10 Minuten für Joel, Torsten und Jürgen, die auf mich gewartet haben.

Der Zieleinlauf ist dann auch sehr versöhnlich. Doktor Torsten verschreibt uns noch ein Finisher-Bier aus seiner 25er Kiste. Heute haben alle gewonnen. Auch der Sportclub Freiburg gegen Leipzig: 2:1. Nur das halbleere Glas Meerrettich in meiner Jackentasche hat die Waschmaschine nicht überlebt.

 

 

History of MDM :-)

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