Le soixante-huitième MDM - Mit Klaus in den Kaiserstuhl

Herzlich Willkommen in deiner neuen AK45, Klaus... Zu diesem Anlass hat sich Klaus gleich einen eigenen Mon Devoir Marathon gewünscht und dann auch geplant. Der 68. MDM hat es in sich: Er führt uns von Breisach durch den Rheinwald auf die mittleren Höhen des Kaiserstuhls. Die 950 Höhenmeter werden je nach Schneelage sicher interessante Passagen für uns bereit halten.

 

Start: Sonntag, 25. März 2018 um 09:00h, Rempartstraße, Breisach (s. Karte) ACHTUNG: Zeitumstellung beachten oder hinterherlaufen

 

Strecke: 42,4 KM, 950 +/- HM 

 

VP 1: KM 0 ECM BARISTA-Kaffee + Croissants

 

VP 2: KM 18 Bickensoh

 

VP 3: KM 29 Brunnen Achkarren

 

VP 4: KM 42,4 Bier und Salziges

 

Résumé: Stärker können Gegensätze kaum sein. „In der weißen Hölle‟ vom Petit Ballon am letzten Sonntag und heute Kaiserstühler Sonnenschein, Blütenpracht vor blauem Himmel bei Frühlingstemperaturen. Klaus hat seinen MDM lange geplant, der Lauf wurde verschoben und am Ende war dann doch alles perfekt. Das Morgenlicht beleuchtet Brisach am Rhi szenisch, wir machen gleich eine Stadtrundfahrt über den Münsterberg, wenn auch nicht ganz freiwillig. Großbaustelle Breisach. Klaus kommt gerade mit frischen Croissants aus Frankreich zurück, ein Frühstück mit Kaffee-Kult in gemütlicher Stube hat dann auch ordentlich Zulauf. Ein starkes Startfeld: Eine Läuferin und sieben Läufer, nur Norbert darf noch schlafen (DNS). Der Start wird zeitlich nach hinten verlegt, die Kaffeemaschine ist einfach zu langsam :-) Aber das stört jetzt wirklich niemanden. Beim MDM gibt es City-Marathon-Gedränge im Startblock genauso wenig wie Zeitdruck.


Wir verlassen Breisach und laufen in den Rheinwald. Tafeln zeigen uns prognostizierte Pegelstände an: Die Möhlin soll hier durch künstliche Flutungen zum See im Rheinwald werden, um die Hochwasserspitzen abzufangen. Das Projekt ist umstritten.


Der Weg führt uns an Hochstetten vorbei auf den Kaiserstuhl zu. Die langweilige Ebene liegt schnell hinter uns. Es gibt besonders viel zu erzählen heute. Vanessa ist das erste Mal bei einem MDM dabei. Sie scheint das ganze Gerede über unsere zurückliegenden Heldentaten genauso wenig zu nerven wie unsere ständigen Rhythmuswechsel durch Diskussionen über den richtigen Streckenverlauf. So spulen wir die Kilometer auf unserem Sägezahnprofil ab: Klaus hat das mit dem „Über sieben Brücken mußt du gehen‟ frei interpretiert und „Berge‟ daraus gemacht.


Eine schöne Überraschung wartet in Bickensohl auf uns. Daniela, Diana, Paula und Matthias haben hier einen VP für uns liebevoll hergerichtet. Als Pendant zum Start/Ziel Banner hängt hier ein professionelles DINA0-Ravitaillement Poster im frischen MDM-Design. Die Professionalisierung der Serie wird immer deutlicher sichtbar. Verwöhnt wurden wir hier nicht nur von der Sonne. Highlight dann wieder Paulas Hefezopf, der schon beim 58. MDM beeindruckt hatte. Dazu passt ein Kaffee genauso wie ein Bier aus der handlichen Kühlbox, die einige der Teilnehmer wohl am liebsten für den 2. Teil der Reise mitnehmen würden. Schön hier in Bickensohl war die Ruhe im Läuferfeld, der Situation angemessen. Vielen Dank an die Familie Stärk, Ihr habt damit aus diesem Marathon ein Genusslauf-Event gemacht.


Über den 3. Berg geht es nach Oberrotweil runter. Es wartet der lange Anstieg zur Mondhalde auf uns. Blüten in den Weinbergen, ich kann das noch gar nicht glauben. Die Mondhalde ist einfach schön gelegen. Die üblichen Faxen werden gemacht: Torsten steht als erster auf dem Tisch, auch am „Mondgestein‟ wird noch ein bisschen rumgeklettert. Fehlt eigentlich nur der Bickensohler Partyservice. Das hätten die doch locker schaffen können. Wir laufen jetzt wieder nach Süden, der 5. Berg wartet schon mit schönen Aussichten über Achkarren. Schon wieder sitzen Teile des Lauf-Ensembles auf der Bank in der Sonne. Wenn man die Bilder ansieht, kann man wirklich meinen, dass es sich hier nicht um ein ernsthaftes Marathongeschehen handelt. Dabei gibt es selbst bergauf Zwischenspurts, denn wir sind ja mit unserem Bergfex Joachim unterwegs.


Hendrik war das dann doch zu langsam. Ihn sehen wir erst im Ziel wieder. Mit einer ¾-Stunde hat er sich heute einen satten Vorsprung rausgelaufen. Klaus macht es dann am Anstieg hinter Achkarren noch einmal richtig spannend: Die Streckenführung verlässt den Weg um die Höhenlagen am Knabenkrautpfad auf der Direttissima durchs Unterholz zu erreichen. Selbst diese Einlage drückt die Stimmung nicht: Das Verlaufen haben wir ja schon viele Jahre trainiert. Und Eric Türlings vermittelt uns in solchen Situationen am Keufelskopf-Ultratrail seine Philosophie auf Schildern: „Wege entstehen, indem wir sie gehen‟.


Vom Blankenhornsberg geht es nochmal in Richtung Norden, in Achkarren-Kreuzmatten haben wir wieder „festen Boden‟ unter den Füßen: Das war es für heute mit dem Vulkan. Es folgt noch die Durststrecke ab KM 36: Mentale Prüfung jetzt lange Geraden zu laufen. Mir macht es heute komischerweise gar nichts aus: Ich freue mich, dass der 68. MDM unter traumhaften Bedingungen läuft und wir Vanessa heute die „World-of-MDM-Running‟ in dieser angenehmen Form vorstellen können. Natürlich macht sich bei KM 40 dann auch die Vorfreude auf den letzten VP bemerkbar. Gemütlich wird es im sonnigen Garten der Stärks dann noch. Claudi und Gerd sind die Überraschungsgäste. Ein herzliches Wiedersehen und Claudi als Nordlicht weiß auch den Hamburger Speck der Zielverpflegung angemessen zu würdigen. Den hatte Martin aus Winsen auf die lange Reise geschickt. Aber das ist eine andere Geschichte.


Bis zum nächsten MDM brauchen wir nur 4 Werktage zu überbrücken: Torsten hat inzwischen den Überraschungs-MDM „Karfreitags-Kreuzwege‟ zusammen gestellt. Wow, was für eine Dynamik.

Euer Christof

 


...auf der Mondhalde

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